
Strategie für grünen Wasserstoff
25. Februar 2026Umschlagszahlen 2025: Weniger Energieimport – Containerverkehr auf Wachstumskurs
Mit 4,7 Mio. Tonnen Jahresumschlag in den Schweizerischen Rheinhäfen (SRH) ist ein Rückgang von 11,3% gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Haupttreiber ist dabei der Rückgang um 22% beim Import von Mineralöl- und Energieprodukten. Die übrigen Gütergruppen bleiben beständig oder legen sogar zu – wie der wasserseitige Containerumschlag (+12,6%) als auch die Container auf der Bahn mit einem starken Plus von 51,5%. Hier spielt unter anderem die Verlagerung der Kaffeeverkehre weg vom LKW auf die Verkehrsketten mit Bahn und Schiff eine grosse Rolle. Auch der Export von Gütern zeigt sich in der Jahresbetrachtung mit einem leichten Plus von 2% sehr stabil.
Haupttreiber für den Jahresumschlag 2025 ist der Rückgang im Import von Mineralöl- und Energieprodukten, welche rund 570’000t (-22%) unter Vorjahresniveau liegen und damit über 90% des Rückgangs vom Gesamtumschlag ausmachen. Der Import über die Tanklager im Hafen Birsfelden steht in enger Wechselwirkung mit der Raffinerie in Cressier, die im Jahr 2025 auf hohem Produktionsniveau gefahren wurde.
Inserat
Die Pegelstände und damit die Grundvoraussetzung für eine gute Auslastung der Güterschiffe waren mit Ausnahme einer Niedrigwasserperiode im Frühling auf einem durchschnittlichen Niveau.
Positiv haben sich die Containerumschläge entwickelt. Wasserseitig wurden 112’620 TEU (Twenty-foot Equivalent Units) umgeschlagen. Dies entspricht einer Zunahme von 12,6% gegenüber dem Vorjahr. Hervorzuheben ist dabei, dass auch dieses Jahr im Hafen Kleinhüningen durch ein Rochade- und Erneuerungsprojekt der Rhenus-Gruppe ein Terminalareal weniger für Umschlagskapazitäten zur Verfügung stand. Der sich in Bau befindende Ersatz des Südquai-Terminals wird der Binnenschifffahrt ab Ende 2026 dann am Nordquai im Hafenbecken 2 zur Verfügung stehen. Auf der Bahnseite stieg der Umschlag von Containern, um 51,5% auf 50’197 TEU für das Jahr 2025.
Agrarprodukte entwickelten sich 2025 robust. Auf der Importseite stiegen die Mengen auf 185’069 t (+9,7 %). Hauptgrund ist die sehr schwache Inlandernte 2024, welche in der Folge überdurchschnittliche Getreideimporte für die Lebensmittel‑ und Futtermittelindustrie auslöste. Der Bund hatte die Importkontingente zusätzlich angehoben, um die Versorgung zu sichern. Trotz einer sehr guten Inlandernte 2025 wurden auch im zweiten Halbjahr weiterhin signifikante Importe getätigt – vor allem Futtermittel –, was zeitweise zu einer sehr guten Auslastung der Silokapazitäten in den Häfen führte. Auf der Exportseite legten die Ausfuhren auf 37’082 t zu (+17,7 %).
Die Exporte von Recyclingmaterial (v.a. Schrott und Abbruchmaterial) lagen mit 416’449t leicht über dem Vorjahr (+1%). Die Schwankungen im Import haben dabei einen starken Zusammenhang mit dem Materialeinkauf und der Produktion der nationalen Stahlwerke und ihren nachgelagerten Logistikeffekten.
Eine stabile oder positive Entwicklung im schiffseitigen Umschlag zeigt sich im Import in den Gruppen von «Steinen und Erden» (+5,7%), «chemischen Erzeugnissen» (+0,7%), «Metallerzeugnisse» (-2,4%) sowie «Geräte und Material für Güterbeförderung» (+13,4%).
Während der Export an Nahrungs- und Genussmittel um 22% stieg, verzeichnete der Import einen Rückgang von 17% (zusammen -9,4%). Ebenso rückläufig waren die Gütersparten mit geringem Umschlagsvolumen (<1%) «Mineralerzeugnisse», darunter zählen unter anderem Baumaterialen (z.B. Flachglas, Bauzusatzstoffe, Granulate), ebenso die «Holz-, Kork- und Flechtwaren/ Papier und Karton» und «Sammel- und Umzugsgüter, sonstige Güter» mit einem Rückgang von fast 50%.
Die detaillierten Tabellen nach Gütergruppen unterteilt finden Sie im Bulletin vom Dezember 2025.




