
(Hafen-) Industrienacht ein voller Erfolg!
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SVS Jahresbericht 2025
15. Mai 2026Auf der Wand entlang der Rampe zur Aegypten-Ausstellung des Basler Antikenmuseums ist der Nil dargestellt mit seinen berühmten Bauten aus der pharaonischen Zeit. Es beginnt mit dem Leuchtturm von Alexandria, der als eines der sieben Weltwunder galt, 1000 Jahre in Funktion war und schliesslich einem Erdbeben zum Opfer fiel. Weiter geht es unter anderem mit den Pyramiden von Gise, der Stufenpyramide von Sakkara, dem Obelisken von Heliopolis, den Tempeln von Karnak und Theben, dem Steinbruch von Assuan bis hinauf nach Abu Simbel.
Auch Schiffe sind auf dem Gemälde zu sehen. Im Mündungsbereich Ruderboote und Segelschiffe. Bei Assuan sogar ein Talschleppzug, bestehend aus einer Frachtbarke, gezogen von fünf Ruderbooten mit je einem Ruderer. Vermutlich waren diese Boote aus Papyrusschilf gefertigt, denn Schiffbauholz musste aus dem Libanon eingeführt werden, war entsprechend teuer und blieb für die grösseren Schiffen vorbehalten. In diesem Fall ging es darum, das Vorschiff der Barke auf Kurs zu halten und deren Steuermann Druck auf das Ruder zu geben.
Die alten Aegypter erbrachten nicht nur architektonische Meisterleistungen, sie waren auch grossartige Logistiker. Unter der Pharaonin Hatschepsut zum Beispiel wurden um das Jahr 1450 v.Chr. zwei Obeliske von Assuan nach Luxor transportiert. Nach Berechnungen eines britischen Forschers war hierfür ein Flachdeckschiff von 60 x 14,5 m erforderlich. Um dieses auf Kurs zu halten war allerdings wesentlich mehr Schleppkraft gefragt als bei der hier abgebildeten Formation.
Urs Vogelbacher




